Wohnraumbe- und -entlüftung

Neben optimaler Isolierung sorgt die perfekte Abdichtung der Wohnräume für eine Minimierung des Heizenergieverbrauches. Allerdings wird damit in der Regel eine dramatische Verschlechterung der Luftqualität in Kauf genommen, da die nach DIN vorgeschriebenen Luftaustauschraten bei weitem nicht mehr erreicht werden.

Neben Kohlendioxid (CO2) und Wasserdampf reichert sich die Wohraumatmosphäre mit anderen Schadstoffen wie z.B. Ausgasungen aus Textilien, Wandfarben, Bodenbelägen, Klebern, Computern (Restmonomere, Flammschutzmittel) an. Auch Viren, Bakterien, Pilzkeime, die das Auftreten von Erkrankungen und Allergien fördern, befinden sich in "verbrauchter" Luft in stark erhöhter Konzentration. Nicht zuletzt können Gebäudeschäden durch Schimmelbefall als kostspielige Folge autreten.

Regelmäßiges Lüften der Wohnräume kann dem zwar entgegenwirken, allerdings nicht ohne gravierende Nachteile:

  • der Luftaustausch erfolgt "unkontrolliert", in Perioden ohne Lüftung (z.B. Nachts) findet gar kein Austausch statt
  • bei regelmäßigem Lüften ohne Wärmerückgewinnung tritt ein erheblicher Energieverlust auf, der die Vorteile einer guten Wäremedämmung zu einem erheblichen Teil wieder zunichte macht
  • an ungünstigen Standorten muss eine hohe Staubbelastung (u.a. "Feinstaub" mit Teilchengrößen unter 10 µm) in Kauf genommen werden, da keine Möglichkeit der Staubfilterung besteht
  • auch Pollen und Insekten können in die Wohräume eindringen
  • man muß immer ans Lüften denken, d.h. in der Regel wird es oft schlichtweg vergessen

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